Dieses Angebot mit drei Terminen und anschließendem brieflichen Kontakt wird allen KlientInnen, die einen Suizidversuch unternommen haben, empfohlen. Ein Suizidversuch erhöht das Risiko für eine spätere, erneute suizidale Krise erheblich und über Jahre hinweg. Es ist deshalb unbedingt nötig, die Hintergründe einer suizidalen Krise und möglich Maßnahmen zur Vorbeugung mit einer Fachperson zu bearbeiten. Menschen, die „ASSIP-Kurztherapie“ in Anspruch genommen haben, geraten wesentlich seltener in erneute suizidale Krisen bzw. wissen sich in diesen besser zu helfen. Dieses Angebot ist als Zusatz zu einer anderen ambulanten oder stationären Beratung oder Therapie gedacht und soll diese nicht ersetzen.

Kurztherapie „ASSIP“
1. Termin: Gespräch über Hintergründe des Suizidversuchs; dieses wird auf Video aufgezeichnet.
2. Termin: Video-Playback: Das aufgezeichnete Interview wird zusammen mit dem Klienten/der Klientin angesehen und regelmäßig für Reflexionen und zusätzliche Informationen unterbrochen.
3. Termin: Die Muster und Abläufe, die einer suizidalen Krise vorausgehen, werden geklärt und mögliche präventive Verhaltensmaßnahmen erarbeitet und anschließen schriftlich zu Händen der Klientin/des Klienten festgehalten.
4. Termin (fakultativ): Die erarbeiteten Strategien werden anhand des Videos eingeübt.

Briefe: Briefliche Kontaktaufnahme von unserer Seite über mindestens 2 Jahre hinweg; alle 3 Monate im 1. Jahr, alle 6 Monate im 2. Jahr.

(Quelle: Kurztherapie nach Suizidversuche, Anja Gysin-Maillart, Konrad Michel)

Informationen und Termine bei den Journaldiensten der Beratungszentren Murau, Judenburg, Knittelfeld und Liezen.

Flyer: ASSIP_Informationsblatt_für KlientInnen_2019